„Ein unwiderstehlicher Sog durch die Naturwelten.“ 

 

Feed & Bleed

Bambi Landscapes

 

März 2011: Eine atomare Naturkatastrophe, von Menschen erzeugt. Ein Einschnitt, der die Proben für eine aktuelle Produktion beendete. Wenn es nicht die Zeit sei, Kunst zu machen, was kann man tun? So entstand „Feed & Bleed“. 

 

Der technische Begriff „Feed & Bleed“ bezeichnet das Verfahren zur Kühlung eines Atomreaktors im Notfall wie in Fukushima. Als Metapher beschreibt er das Prinzip der damalig kontroversen Berichterstattung, die Hoffnung nähren sollte, aber als Illusion enttarnt wurde. Und er dient als Sinnbild für das persönliche Erleben unbeschreiblicher Gastfreundschaft in einem Land im Wiederaufbau bei gleichzeitig blutendem Heimweh und dem Gefühl der Unfähigkeit, etwas zurückgeben zu können. 

 

„Rote, oder blaue Brille?“ Bereits beim Einlass teilt sich das Publikum. Spezialbrillen bewirken, dass die Hälfte der Zuschauer eine unterschiedliche Vorstellung erlebt. Mit analogen Mitteln erzeugt das Stück einen digitalen Effekt. Natürliche Physik, die die emotionale Wahrnehmung manipuliert und erahnen lässt, wie mediale Filter die Meinungsbildung beeinflussen.

 

 

„Ein unwiderstehlicher Sog durch die Naturwelten.“ 

Salzburger Volkszeitung 02.05.2011

 

„Die Schönheit der Katastrophe als ruhig bewegtes Ritual. Berührend schön der Paarungsakt.“

Kronen Zeitung, 11.05.2014

 

"Eine außergewöhnliche Tanzperformance voll berührender Bilder." 

Dorfzeitung, 03.05.2011

 

"Welches Brillerl hätten's denn gern? Was auf den ersten Blick wie ein folgenloser Gag wirkt, erweist sich als möglicher Motivator für einen Zweitbesuch“. 

Salzburger Volkszeitung, 02.05.2011

Tanz/Choreografie/Kostüme/Idee/Konzept: Cornelia Böhnisch und Katharina Schrott
Musik: Hüseyin Evirgen
Bühne: Marc Ischepp
Technik und Licht: Robert Schmidjell und Alexander Breitner
Texte: Friedrich Hölderlin und Jopa Jotakin

Produktion: Toihaus Theater, Salzburg

2014 wurde die Arbeit für den Elevate Award nominiert sowie in Japan auf dem internationalen Tanzfestival Shinjuku in Tokyo, beim dance2eleven Klagenfurt gezeigt.

feed and bleed - the installation

fotos: Ela Grieshaber, Christian Gappmaier